Fahrradfahrer waren von links:
Helmut Klare, Hermann Gabriel, Johannes Timmermann,
Willi Waldeyer, Erhard Fischer und Klaus Heinemann.

Reiseverlauf:

Am Morgen des 8. August starteten wir mit dem Zug nach Berlin. Angekommen am Mittag auf dem Hauptbahnhof der Hauptstadt, begann eine Schifffahrt auf dem Landwehrkanal und der Spree, eine sogenannte „Brückenfahrt“, wo etwa 65 bis 70 Straßenbrücken passiert wurden. Wasserstraßen in Berlin sind ein einmaliges Erlebnis und einzig in dieser Ausdehnung und Vielfalt. Flüsse und Seen verbinden Berlin mit allen großen Strömen und den Weltmeeren. Der Gütertransport auf dem Wasser war gerade in und um Berlin der bedeutendste Umschlagweg von Waren im Mittelalter.

 

Eine Stadtwanderung im Kernbereich von Berlin schloss sich an, wobei unser sachkundiger Reiseleiter Erhard Fischer sehr detailliert Geschichte und Gegenwart Berlins auf Grund der vorhandenen prägenden Bauten erläuterte und besonders auf die Ziele und utopischen Pläne der Nazis einging, wo Berlin zur Welthauptstadt „Germania“ umgestaltet und ausgebaut werden sollte.
Plan war es, eine „Ruhmeshalle“-Halle des Volkes- inmitten von Berlin zu errichten. Sie sollte die unvorstellbaren Ausmaße von 313 x 315m haben. Der Unterbau sollte 74 m hoch sein und darüber eine Kuppel von 98 m errichtet werden. Die Halle sollte das 17-fache Volumen des Petersdomes umfassen.
Diesem Bauwerk sollten über 50.000 Wohnungen weichen. Als zentraler Mittelpunkt mit sternförmig angelegten Straßen sollte der Bau so mit dem Umland verbunden werden. Diese Wahnvorstellungen sind gottlob nur Theorie geblieben und wären statisch und bautechnisch nie durchführbar gewesen.
Diesem geschichtlich- historischen Rundgang schloss sich am Abend ein geselliger Abschluss in unserem Quartier, der Villa „Blumenfisch“ am Wannsee, an.

Am Morgen des 9.8. ging es mit dem Schiff über den Wannsee und die Havel nach Potsdam. Hier haben wir in unmittelbarer Nähe der Havel unser Hotel bezogen und anschließend per Rad und zu Fuß die historischen und geschichtlichen Stätten von Potsdam besichtigt.
Die heutige brandenburgische Landeshauptstadt ist untrennbar mit Preußen verbunden und war über Jahrhunderte Wohnsitz und Herrschersitz der Fürsten und Könige von Preußen. Erwähnt hierbei ist Schloss Sanssouci und Schloss Cecilienhof. Vorhandene Siedlungen (holländische und russische) zeugen davon, dass Fachleute in Bezug auf die Trockenlegung des sumpfigen Umlandes angeworben wurden und hier ihre traditionellen Wohnhäuser errichten konnten.
Besonders auffällig ist die großräumige Planung des Stadtgebietes in einer Größenordnung, die heute in dieser Form und Ausdehnung dem städtebaulichen Planungsstand eine andere Dimension geben würde.

Der Samstag, 10.8.2013, war ganz der Raderkundung von Berlin gewidmet. Bereits um 08.00 Uhr ging es mit dem Zug von Potsdam nach Berlin zum Hauptbahnhof. Dort startete die Fahrt auf uns teils unbekannten Wegen mit vielfältigen Zielen in der Hauptstadt.
Die sachkundigen Erklärungen und Informationen durch Erhard Fischer brachten uns Geschichte und Gegenwart näher. Ich möchte hierbei erwähnen, dass neben den Wasserwegen auch der Eisenbahnverkehr stark im 19. Jahrhundert gefördert wurde. Die nicht mehr vorhandenen innerstädtischen Bahnhöfe wie Anhalter Bahnhof, Cottbusser Bahnhof, Dresdner Bahnhof und viele mehr, zeugen von der Erschließung des Landes durch die Eisenbahn.
Verblieben sind riesige Brachflächen und Gleisanlagen, die bis jetzt nur teilweise genutzt werden und zugänglich sind. Einige Besuchsstationen möchte ich erwähnen: Regierungsviertel, Brandenburger Tor, Holocaustdenkmal, Sowjetisches Ehrenmal, Kreuzberg, Potsdamer Platz, Schöneberger und Rotes Rathaus, Clayallee, Alliiertenmuseum, Haus der Wannseekonferenz, Glienicker Brücke. Es würde den Rahmen sprengen, jeweils Erläuterungen zu diesen Stationen zu geben.
Fazit ist, dass Geschichte und Gegenwart von Berlin uns allen mehr Kenntnisse und Hintergrundinformationen unserer Landeshauptstadt gebracht haben.

Der Sonntag war Rückreisetag, wo in ruhiger Atmosphäre die erlebnisreichen Tage noch einmal Revue passiert wurden.

 

Zwei Mitglieder der neunköpfigen Reisegruppe entschieden sich, die Weltstadt Berlin nicht per Fahrrad zu erkunden. Karl Nagel schloss sich ihnen an und organisierte die Hauptstadttour mit den Berliner Bahnen. So war man mit dem Regionalexpress, den S- und U-Bahnen kreuz und quer im Berliner Netz unterwegs.
Leider konnte das Olympiastadion nur von außen besichtigt werden. Eine Sportgroßveranstaltung stand bevor und ließ einen Besuch nicht mehr zu. Wer den Bahnhof am Kurt-Schumacher-Platz verlässt, den erwartet eine dramatische Geräuschkulisse. Alle 75 Sekunden fliegt eine Verkehrsmaschine in geringster Höhe „zum Greifen nahe“ über einen hinweg, um auf dem nahen Flughafen Tegel zu landen.
Unweit von hier lädt dann die Fußgängerzone in Alt-Tegel zum Verweilen ein. Wieder rein in den Zug und raus aus dem Zug, mal ebenerdig, mal unter der Erde, mal auf Hochbahnniveau im Berliner Tempo. Und so kommt man am Brandenburger Tor an.
Das nahe Holocaust-Denkmal aus fast dreitausend Stehlen fordert zu einem Besuch heraus. Die Räume unter dem Bauwerk sollten dann auch besichtigt werden. Trotz der vielen Besucher kann man dort in der Tat die berühmte Stecknadel fallen hören.
„Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“ Das ist Botschaft dieses Denkmals.
Vielleicht trägt die Jugend der Welt, der man hier begegnet, dazu bei, dass sich so etwas nie wiederholt.

 

von Wilhelm Waldeyer

 

Alle Teilnehmer der Reise: Klaus Heinemann, Karl Nagel, Helmut Klare, Willi Waldeyer,
Klaus Pieper, Hermann Gabriel, Paul Gocke, Erhard Fischer und Johannes Timmermann,
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