Die Mitglieder des Ortschaftsbeirats mit Bürgermeister Temme.

„Wir sollten uns von der nachfolgenden Generation nicht den Vorwurf machen lassen, dass wir uns gar keine Mühe gegeben hätten, eine Lösung zu finden. Ihr habt gleich am Anfang die Flinte ins Korn geworfen und die Gebäude abgerissen. Ich glaube, es wäre schade, wenn wir uns nachher sagen lassen müssten, es ist überhaupt nichts versucht worden.“
„Vielleicht gibt es irgendwo in Deutschland alte Leute, die genau so ein Objekt suchen. Und dann sollte eine Dorfgemeinschaft da sein, die diese Leute mit offenen Armen aufnimmt.“


Diese beiden in der Versammlung geäußerten Zitate von Christoph Klotz und Adalbert Fricke zeigen, dass man trotz aller berechtigter Skepsis für eine Möglichkeit der Nutzung der Schulgebäude in Bühne zu kämpfen bereit ist.
Der Ortschaftsbeirat wollte diese Frage nicht im stillen Kämmerlein abarbeiten und hatte deshalb die Öffentlichkeit zur Sitzung eingeladen. Damit aber nicht genug. Um einen kompetenten und engagierten Sachverständigen an Bord zu haben, wurde Borgentreichs Bürgermeister Bernhard Temme gebeten, die Bühner Bürger aus erster Hand zu informieren.
Ortsvorsteher Hans-Günter Fels eröffnete die Sitzung und stellte fest, dass nach Rücksprache die örtlichen Vereine keinen Bedarf zur Nutzung des ehemaligen Schulgebäudes angemeldet hätten. Bei den Zusammenkünften, in deren Vorfeld Gabriele Klare sich mit dem Thema schon intensiv auseinandergesetzt hatte, seien aber auch einige Ideen festgehalten worden, wie man denn die Schule weiter mit Leben füllen könne. Dabei wurden genannt: Jugendraum, Versammlungsraum, Seniorenbetreuung, VHS-Kurse und Bücherei.
Bernhard Temme erklärte, dass man bei den Schulen in Großeneder und Borgholz durch Privatinvestoren gute Lösungen gefunden habe. In Natzungen stelle sich das gleiche Problem wie in Bühne und auch dort suche man nach Möglichkeiten, die ehemalige Schule sinnvoll zu nutzen. Er beruhigte auch die Teilnehmer dieser Versammlung und betonte, die Stadt werde sich Zeit lassen und nicht schon bald den Bagger bestellen: „Es wird die letzte Möglichkeit sein, dass man herkommt, um eine Gebäudesubstanz zu eliminieren.“

Viele interessierte Bürger besuchten die öffentliche Sitzung
des Ortschaftsbeirats
.

Hans-Günter Fels klärte darüber auf, dass sich beide ehemaligen Schulhäuser in ihrem baulichen Zustand sehr stark unterscheiden. Das von der Straße aus gesehene linke Gebäude wurde vor dreieinhalb Jahren schon einmal untersucht, da man damals die Absicht hatte, einen Jugendraum einzurichten. Das Vorhaben aber wäre nicht genehmigt worden, wenn man für den Brandschutz nicht zwischen 80000 und 100000 € ausgeben hätte. Der Ortsvorsteher: „ Dieses Bauwerk ist insgesamt in einem sehr schlechten baulichen Zustand und man müsste schon sehr viel Geld in die Hand nehmen, um es wieder auf Vordermann zu bringen.“
Das andere Gebäude befindet sich in einem wesentlich besseren Zustand und könnte mit einigen Veränderungen auch brandschutztechnisch bestehen. Die notwendigen baulichen Maßnahmen sind aber auch nicht billig und man müsste schon mit ca. 100000 € rechnen.
Nun gab es eine Diskussion darüber, ob man sich dazu entschließen solle, das linke Gebäude über kurz oder lang aufzugeben um sich nur dem rechten Gebäude zu widmen. Klaus Ischen meinte, man könne versuchen, für beide Schulgebäude und die Turnhalle einen Investor zu finden. Die Turnhalle stehe ja morgens leer und könne dann gegen Bezahlung dem Investor für diesen Zeitraum zur Verfügung gestellt werden.
Bürgermeister Temme versprach, sämtliche Publikationsmöglichen der Stadt auszuschöpfen, um eventuell einen Liebhaber und Investor zu gewinnen.
Neben diesem Weg, so war aus der Argumentation vieler Gäste der Veranstaltung zu hören, sollten aber auch Leute gefunden werden, die sich mit der Gesamtproblematik beschäftigen. So müsste zunächst einmal der Bedarf ermittelt und anschließend die damit verbundenen Nutzungslösungswege erarbeitet werden.
Zur Mitgliedschaft im Gremium der sogenannten Kümmerer erklärten sich neben dem Ortsvorsteher Hans-Günter Fels auch Gabriele Klare, Christoph Klotz, Adalbert Fricke, Marcel Franzmann und Leo Meier bereit. Damit war dieser Punkt der Sitzung beendet. Positiv anzumerken ist in jedem Fall, dass vielen Besuchern der Versammlung das Schicksal der ortsprägenden Gebäude der Schule nicht gleichgültig ist. Das zeigte sich in der sehr lebhaften und konstruktiven Diskussion vieler Versammlungsteilnehmer, die hier nicht namentlich aufgeführt sind.

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