Die Borgentreicher Presbyterin Gisela Drecktrah eröffnete den LeseabendZwei Lesungen in nur einem Monat. Wer das fehlende Kulturangebot auf dem flachen Land in einem Dorf wie Bühne beklagt, wurde im April eines Besseren belehrt. Nach der viel beachteten Lesung von Dr. Suitbert Hoffmann hatte der heimische SPD-Ortsverein um Inge Fels und Jutta Kropp geladen.
Dabei ging es aber nicht nur um eine Geschichte, sondern es wurden mehrere Bücher vorgestellt. Den Anfang machte die Borgentreicher Presbyterin Gisela Drecktrah. Sie hatte mit dem von Christina Brudereck geschriebenen Roman „Cafe´Mandelplatz“ einen guten Einstieg.

Mima Mandelbaum als jüdische Eigentümerin dieses Kaffeehauses im südafrikanischen Johannesburg des Jahres 1960 gerät mehr und mehr in den Widerstand gegen das Apartheidregime. Der Autorin gelingt es immer wieder, den Leser auf die Reise des Kampfes um Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit mitzunehmen.
Im von Margot Käßmann geschriebenen Buch "In der Mitte des Lebens" geht es um die Fragen "Was war bisher?" und "Was habe ich noch vor?"
Das letzte vorgestellte Buch der Lesepatin Gisela Drecktrah war Arno Geigers „Der alte König in seinem Exil.“ Arno Geiger beschäftigt sich in diesem Buch mit seinem Umgang mit der Alzheimer – Krankheit seines 83-jährigen Vaters August Geiger. Vor allen Dingen aber handelt es davon, was das Leben zu jedem Zeitpunkt lebenswert macht.Sigrid Hördemann-Waldeyer, die Inhaberin des Buvin Verlages aus Borgholz, stellte einige ihrer Bücher vor.Nicht allen Lesern hier wird bekannt sein, dass es in Borgholz einen eigenen Verlag gibt. Ist aber so und die Firmeninhaberin des Buvin Verlages heißt Sigrid Hördemann-Waldeyer. Sie erschien zum Leseabend in Bühne und brachte auch gleich einige ihrer Bücher mit. Zunächst stellte sie den eindrucksvollen Bildband „Dornröschen und der märchenhafte Reinhardswald“ vor. In dem Buch wird die geschichtsträchtige Stadt Hofgeismar mit ihren alten Gebäuden und den Ortsteilen beschrieben. Auch ihr zweites Buch „Sagen und Legenden aus dem Paderborner Land“ stieß auf das Interesse der Zuhörer. Besondere Aufmerksamkeit erwirkten die beiden von ihr vorgelesenen Geschichten „Der böse Amtmann“ und „Die Würfel-Saga“. Wie schön die Barockstadt Bad Arolsen ist, haben viele Besucher schon festgestellt. Wer es in Buchform noch einmal betrachten möchte, der kann es im Buvin Verlag bekommen. Bei „Links und rechts der Diemel von der Quelle bis zur Mündung“ sind die schönsten Entdeckungsreisen mit dem Fahrrad oder dem Auto zu erleben.
Aus der heimatlichen Reihe hat der Verlag außerdem aufgelegt: „Landau in Waldeck“, „Ein Spaziergang durch Volkmarsen mit allen Ortsteilen“, „Liebenau an der Diemel“ und „Der Marienwallfahrtsort Kleinenberg“. Die Geschichte „Ein langer Weg“ erinnert an „So weit die Füße tragen“. In diesem Buch wird die Heimkehr des Volkmarsers Karl Gothmann beschrieben. Die Reise über 6000 km schrieb der Obergefreite Karl Gothmann aus seiner Erinnerung fast 12 Jahre später auf. Auch dieses Buch ist wohl im Buvin-Verlag zu erhalten.Jutta Kropp outete sich als Krimi-Fan.„Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ – Nicht nur die ältesten Menschen haben diesen lustigen Schlager von Bill Ramsey schon einmal gehört. Frauen und Krimi – diese Verbindung ist tatsächlich populärer als man denkt. Auch Jutta Kropp outete sich als Krimi-Fan. Hörte man ihr gut zu, so konnte man schon verstehen, dass die schwedische Autorin Viveca Sten in ihrem Bücherschrank einen guten Platz gefunden hat. Wenn man drei verheiratete Söhne hat, so bekommt man zwangsläufig auch drei Schwiegertöchter dazu. Muss ja nicht immer ein Problem sein. Jedenfalls kann man sich in Joanna Trollopes Buch „Schwiegertöchter“ gut über dieses Thema informieren, aber auch unterhalten lassen. Entdeckt man Stewart 0'Nans Buch „Abschied von Chautauqua“ in der Buchhandlung, dann schaut man allein schon wegen des ansprechenden Covers besonders hin. Ein Freund von actionreichen Abenteuern kommt allerdings nicht auf seine Kosten. Der Schwerpunkt des Familienromans liegt eher in der Beschreibung des Innenlebens der handelnden Personen. Nach Jutta Kropp kam mit Carmen Watermeyer-Fels die jüngste Lesepatin zu Wort.
Sie stellte mit dem Münsteraner Guido Maria Kretschmar einen Autoren vor, dem es in jüngster Vergangenheit mit seinen zwei Büchern „Anziehungskraft: Stil kennt keine Größe“ und „Eine Bluse macht noch keinen Sommer“ gelungen war, über Wochen in die Bücherbestsellerlisten sämtlicher Magazine zu kommen. Carmen Watermeyer-Fels stellte Bücher von Guido Maria Kretschmar vorDavon musste wohl auch Carmen Watermeyer-Fels inspiriert worden sein, denn sie schaffte es bei ihrer Präsentation, dass selbst der größte Modemuffel nur noch den einen Wunsch hatte, diese Bücher zu lesen.
Inge Fels brachte den Zuhörern die Lenz-Krimi-Reihe von Matthias P. Gilbert näher. Wer sich bei spannenden Kriminalfällen aus unserer unmittelbaren Umgebung um Hofgeismar und Kassel unterhalten lassen will, der liegt hier goldrichtig. Noch heimatlicher ging es bei der Vorstellung ihres letzten Buches zu. Der in Manrode lebende Schriftsteller Michael Colberg-Engemann hat unter dem Pseudonym Emlin Borkschert mit dem Buch „Nur die Ostsee weiß die Antwort“ seinen zweiten Krimi geschrieben. „Er gefällt mir besser als sein erstes Buch“, meinte Inge Fels dazu. Wer mehr über das Buch und den Verfasser wissen möchte, der kann bei unseren Manroder Kollegen unter manrode.de nachschauen. Dazu klickt man links die Weblinks und dann weiter unten die „Allgemeinen Links“ an. An der dritten Position kann man sich ausführlich über den Autor und das Buch informieren.
Inge Fels stellte das jüngste Buch des Manroder Autors Emlin Borkschert vor.Der Leseabend war insgesamt sehr ansprechend und brachte dem Zuhörer so manch guten Tipp, lange Sommerabende bei spannender, unterhaltsamer oder bildender Lektüre sinnvoll zu genießen.

von links: Sigrid Hördemann-Waldeyer, Carmen Watermeyer-Fels, Jutta Kropp, Inge Fels, Gisela Drecktrah

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