Musikverein eröffnete mit dem Lied „Hallelujah“ von Leonard Cohen das Konzert.Gähnende Leere in der Kirche beim Gastspiel der weltberühmten Don Kosaken. Volles Haus nur knapp zwei Monate später beim Auftritt der Bühner Musikanten.
Dieses Phänomen fordert zu Spekulationen heraus. Geht man deshalb lieber zu den Bühner Musikern, weil sie besser als die Weltstars sind? Oder ist damit die Grenze von einem gesunden Lokalpatriotismus bis hin zu einem gefährlichen Nationalismus, der alles Fremde argwöhnisch belauert, schon überschritten? Auch das Argument, junge Leute würden sich für diese Form der Musik nicht mehr interessieren, trifft nicht zu.

Die Stilrichtung der Musik war bei beiden Konzerten identisch. Weder hier noch da wurden Hardrock, Heavy Metal oder Hip Hop angeboten. Obwohl Adsum Cantando zeitweilig erstaunlich rockig daherkam.
Jeder Vergleich hinkt. Aber man stelle sich einmal folgendes vor: Real Madrid und Bayern München treffen sich auf dem Bühner Sportplatz, um den einheimischen Leuten zu zeigen, wie Fußball in Vollendung gespielt werden kann. Doch wie schade! Das Publikum bleibt zu Hause. Bis auf wenige Ausnahmen interessiert sich niemand dafür, Toni Kroos, Christiano Ronaldo, Manuel Neuer oder Thomas Müller live zu erleben. Kurze Zeit später spielt unser Verein gegen Manrode und der Platz kann sich vor lauter Menschen kaum retten.
Nun, woran kann es also liegen, dass das Zuschauerinteresse so unterschiedlich ausfällt? Die Gründe sind wahrscheinlich weit weniger dramatisch als oben angenommen.

Der Termin der Don Kosaken war äußerst ungünstig. Das Bühner Vorweihnachtskonzert hat eine lange Tradition. Man freut sich eigentlich schon weit vorher darauf, dass es endlich wieder so weit ist. Eine Kombination aus gesanglicher und instrumentaler Musik spricht die Menschen an. Man spendet wohl auch lieber für Yustinus Tulak und das Kinderhospiz in Bielefeld als einen festgesetzten Eintrittspreis für ein Ticket zu zahlen. Außerdem kommen viele Familienmitglieder besonders gerne zu den Konzerten, weil da oben die Eltern, Töchter, Söhne, Tanten, Onkel, Brüder oder Schwestern zu sehen sind.

Sie erleben in den eigenen vier Wänden hautnah mit, welch ein Zeitaufwand notwendig ist, sich auf ein solches Ereignis vorzubereiten. Sehr oft muss auf ein Familienmitglied verzichtet werden, weil die Proben für das Konzert oberste Priorität haben.Rita Dierkes stellte in ihrer Moderartion die Weihnachtsbräuche anderer Länder vor.Immer wieder beeindruckend in jedem Jahr ist die musikalische Qualität des Weihnachtskonzertes. Ein Vergleich mit Berufsmusikern aber ist unsinnig. Den will auch niemand, am allerwenigsten die Akteure selbst.

So verkündete die Moderatorin Rita Dierkes, das Motto des diesjährigen Konzertes bestehe darin, eine musikalische und erzählerische Weltreise zu unternehmen. Damit waren auch die letzten oben angeführten Bedenken zerstreut. Kenntnisse von und Achtung vor anderen Kulturen standen ganz oben auf der Agenda. Abweisendem und engstirnigem Kirchturmdenken wurde eine rote Karte erteilt.

Vorher hatten Jürgen Jaklin und Werner Hengst die Gäste begrüßt. Selbst Goethe wurde dabei vom Vorsitzenden des Gesangvereins zitiert: „Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich.“ Auch die äußeren Bedingungen stimmten. Ein knackig kalter Wintertag forderte dazu auf, die Vorfreude auf das kommende Ereignis zu steigern. „Glühweinwetter“, frohlockten die Liebhaber geistiger Heißgetränke. Schmalzbrote, Bratwürste und eben dieses Getränk, aber auch alkoholfreier Punsch standen später allen Künstlern und Besuchern reichhaltig zur Verfügung.
Als nach dem gemeinsamen Eingangslied der erste Ton des vom Musikverein gespielten Liedes „Hallelujah“ erklang, erinnerte man sich wehmütig daran, dass mit dem kanadischen Liedermacher Leonard Cohen wieder ein Großer seiner Zunft für immer von uns gegangen ist.

Weiterhin wurden gespielt:

Adsum Cantando: Beautiful Savior; Celtic Carol; Go tell it on the mountain; Ich suche die stille Nacht; Immanuel;
Dat Jahr cheiht to Enge
Musikverein: Hallelujah; Altniederländisches Dankgebet; Drei Haselnüsse für Aschenbrödel; A Weihnacht wie´s früher war; Es weihnachtet sehr
Gesangverein: Der Traum der Weihnachtszeit; Schwarze Madonna; Ave Maria no morro; Jerusalem


Die Gruppe Adsum Cantando wurde in diesem Jahr von einer Band begleitet.Zum Schluss sangen alle gemeinsam das Lied: Tochter Zion.
Es war wieder einmal ein großartiges Konzert. Alle Beteiligten, entweder als Solisten oder als Mitglieder ihres Musikverbandes, boten Spitzenleistungen. Auch die hauptverantwortlichen Leiter Ladislav Bézak, Günter Hanke und Heinrich Sälzer hatten ihre Schützlinge perfekt vorbereitet und eingestellt.

Die Solisten Anna und Thomas Engemann, Vanessa Heise, Monika Waldeyer, Martin Grone, Philipp Sievers, Ulf Kubc, Günter, Jörg und Niklas Hanke glänzten in ihren Rollen. Kein Wunder war allerdings, dass der Beifall für Vanessa Heise bei ihrer Interpretation des Gospelsongs: „Go tell it on the mountain“ besonders groß war. Deshalb entschieden sich die Verantwortlichen des Konzertes dafür, dass sie dieses Lied als Zugabe noch einmal singen durfte.
Sehr große Mühe hatte sich die Moderatorin des Abends, Rita Dierkes, gegeben. Aus ihrem Munde erfuhren die staunenden Zuschauer, wie Weihnachten in den verschiedenen Ländern gefeiert wird. Ob in Holland, Island, Polen, Tschechien oder Spanien: Es gibt verschiedene Bräuche in verschiedenen Ländern, aber eine Gemeinsamkeit verbindet die Menschen: Weihnachten. Das trifft allerdings bei dem auf dieser Weltreise erwähnten Israel nicht ganz zu. Hier feiert nur ein verschwindend geringer Teil das Fest, denn Juden erkennen Weihnachten nicht an. Dafür sind sie im Laufe der Geschichte nicht zu selten verfolgt und getötet worden. In einigen arabischen Nachbarländern erfahren nun die Christen dasselbe Leid. Es bleibt nur die Hoffnung, dass die Menschheit sich endlich besinnt und diesen Wahnsinn schleunigst beendet.

Am Ende noch ein Hinweis in eigener Sache:
Nachdem ich seit 26 Jahren die Bühner Chronik und seit 15 Jahren Berichte hier im Internet geschrieben habe, wird es Zeit, dass mit einer Ablösung ein frischer Wind die Bühner Seite durchweht. Speziell das Internet ist ein junges Medium und sollte auch von jüngeren Menschen verantwortlich wahrgenommen werden.
Ganz besonders möchte ich mich bei Thomas Engemann für die gute Zusammenarbeit bedanken. Er war und bleibt der Initiator für die technische und gestalterische Umsetzung dieser Seite.
Außerdem bedanke ich mich sehr herzlich bei allen Menschen aus Bühne, die mich zu den verschiedensten Anlässen mit Informationen für meine Berichte versorgt haben.
Leonhard Meier

 

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