Jede Generation hat Ereignisse im Gepäck, die sie nie vergessen kann. Man erinnert sich auch nach Jahren noch genau daran, wo man gerade war und womit man sich in dem Augenblick beschäftigt hat. Die Weltmeisterschaft 1954, der Mauerbau 1961, aber auch der glückselige Fall derselben im Jahre 1989, Tschernobyl 1986 und der 11. September 2001 sind Beispiele solcher Tage.

 

Nicht das exakte Datum, aber die Beschreibung eines Wortes, das die ältere Generation mit dem Begriff einer Gruppe oder einer Meute in Verbindung brachte, werden die heute sechsjährigen Kinder auch noch in 70 Jahren ihren Enkeln erklären können: Corona.

Was im Februar 2020 noch mehr oder weniger harmlos begann, sollte die Gewohnheiten und Verhaltensweisen der Menschheit weltweit drastisch verändern. Die Auswirkungen waren auch in einem kleinen Dorf wie Bühne dramatisch.

Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren, Abstand, Maskenpflicht - an dieses Vokabular musste sich der stets auf individuelle Freiheit pochende mündige Bürger auch bei uns erst gewöhnen. Verbote der Jahreshauptversammlungen aller Vereine, Sportverbot, Ausfall der Karnevalsumzüge und Heimatfeste, Schließung von Geschäften, ja selbst die Untersagung der Messfeierlichkeiten in der Kirche gehörten zum Alltag der Bürger. Und natürlich: Die Sehnsucht nach dem anscheinend Jugendlichkeit versprechenden Gebrauch von Anglizismen fand in den von nun an inflationär gebrauchten Wortschöpfungen wie „Homeoffice, Homeschooling oder Lockdown“ ihre Erfüllung.

Es fiel den Menschen nicht leicht, weitgehend auf soziale Kontakte zu verzichten. Doch diszipliniert hielten sie sich an die Anordnungen, die in der Tagesschau oder im anschließenden Brennpunkt verkündet wurden. Bis auf eine Ausnahme: Querdenker ignorierten die Pandemie, sprachen von Weltverschwörung und geheimnisvollen Mächten, die die Menschheit beherrschen wollten und machten es sich zur Gewohnheit, ohne Masken und Abstand zu demonstrieren. Zuerst dachte man, Verrückte gibt es überall, doch dann war man erstaunt, wie viele Menschen diesen Unsinn glaubten.
Makaberer Höhepunkt dieser Demonstranten war der zur Schau gestellte gelbe Judenstern, mit dem sie zeigen wollten, dass die Verfolgung der Juden in Nazideutschland dem Schicksal der Querdenker ähnlich sei. Als sich dann noch eine gewisse Jana aus Kassel während einer Demonstration in Hannover mit dem Schicksal von Sophie Scholl verglich, war das Maß des Erträglichen ausgeschöpft.

Die negativen Begleiterscheinungen dieser fürchterlichen Pandemie sind noch nicht abzusehen, aber wer nicht zu den Querdenkern oder Coronaleugnern zählt, sieht, wie das Licht am Ende des Tunnels immer näher kommt.

DRK-OrtsvereinDer DRK-Ortsverein bietet die Möglichkeit eines Corona-SchnelltestsVerantwortlich dafür sind zwei wichtige Säulen der Pandemiebekämpfung: Impfen und testen. Ein Glück für Bühne, dass sich der DRK-Ortsverein für die wichtige Aufgabe der Tests bereit erklärt hat.

Seit Anfang März werden die Tests im Bühner DRK-Heim auf Initiative von Martin Wrede und Fabian Rehrmann durchgeführt.

Die Termine:

Freitag 16.00 Uhr - 20.00 Uhr

Samstag 12.00 Uhr - 16.00 Uhr

Sonntag 14.00 Uhr - 18.00 Uhr

Mittwoch 16.00 Uhr - 18.00 Uhr Firmen

Pro Schicht benötigt der Ortsverein drei bis vier Leute. Die Hilfsbereitschaft im Verein ist groß. Am Besuchstag waren Elke und Celina Wrede, sowie Petra Hanewinkel anwesend. Getestet wurden Mitarbeiter der Firmen Pape & Lenz und Höxtermann. Der Test dauert bis zur Ergebnisbekanntgabe 15 Minuten und gilt 48 Stunden.

Wesentlich besser besucht sind die Testungen am Wochenende. Hier zählte man schon ca. 300 Besucher. Der überwiegende Teil kommt aus Bühne, aber auch Nachbarn aus Borgentreich und Dalhausen erschienen im Bühner Testzentrum. Es gab auch schon einige wenige positive Testergebnisse. In diesem Fall muss sich die entsprechende Person unmittelbar in Quarantäne begeben. Diese Auskunft zu den momentanen Aktivitäten des DRK-Ortsvereins gab Celina Wrede, die auch aktiv mithilft. Aber sie hat noch eine andere Aufgabe:

 

 

Celina Wrede - Küsterin

Celina WredeCelina WredeStellt man sich eine Küsterin vor, dann hat man nicht unbedingt eine Gymnasiastin aus der 11. Klasse auf dem Schirm. Im nächsten Jahr möchte Celina Wrede in Beverungen das Abitur ablegen und danach eine Ausbildung als Physiotherapeutin beginnen.

Auf die Frage, ob der Job der Küsterin in ihrem Bekannten- oder Freundeskreis nicht als etwas uncool gelte, antwortet sie selbstbewusst: „Das hat bisher noch niemand angemerkt. Sollte das mal der Fall sein, dann ist es mir auch egal, was andere von mir denken. In der Coronazeit haben selbst Jugendliche dann und wann Langeweile. Deshalb habe ich die Aufgabe auch gerne angenommen.“

„Die Situation war aber weitaus dramatischer“, weiß ihre Mutter Elke Wrede zu berichten. Sie als Mitglied im Pfarrgemeinderat und ihr Mann Martin im Kirchenvorstand waren darüber informiert, dass die Kirche kurz vor der Schließung stand. „Es gab einen Aufruf, eine Person für den Küsterdienst zu finden, denn sonst drohe das schnelle Aus. So waren wir sehr froh, dass unsere Tochter Celina sich zur Verfügung stellte.“

Ihre Aufgaben bestehen darin, sich um den Blumenschmuck zu kümmern, Messgewänder zurechtzulegen, Weihrauch und Weihwasser zu reichen und andere Dinge zu erledigen. Gerlinde Hengst und Karl Josef Klare helfen ihr dabei.

Celina Wrede hat die Absicht, mindestens bis zu ihrem Schulabschluss den Küsterdienst in Bühne auszuüben. Dann werden die Karten in jedem Fall neu gemischt.

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