Der Don Kosaken Chor Serge Jarow präsentierte sich stimmgewaltig
in der Bühner St. Vitus Kirche.

Ein für Bühner Verhältnisse kulturelles Großereignis gab es Mitte März in unserer St. Vitus-Kirche zu bewundern. Angesagt war der weltberühmte Don Kosaken Chor. Lob und Dank sei unserem Gesangverein Concordia gesagt, der dieses Gastspiel ermöglichte.
250 Karten wurden verkauft. Damit war die Kirche überraschenderweise nicht vollständig besetzt.
Serge Jaroff, Jahrgang 1896, gründete den Chor 1919 in einem türkischen Internierungslager bei Istanbul. Vorher hatte er an der Synodal-Akademie in Moskau bei Lehrern wie Tschaikowsky und Rachmaninoff studiert.


Die russische Revolution gab seinem Leben eine entscheidende Wendung. Jaroff kämpfte auf der weißrussischen Seite in einer Brigade der Don Kosaken. Nach der Niederlage flohen die dem Zaren ergebenen Kämpfer in die Türkei.
Den ersten professionellen Auftritt hatte der Chor 1923 in Wien. Zwischen 1930 und 1950 feierten die Musiker in Europa und den USA sensationelle Erfolge. Serge Jaroff erhielt 1939 die amerikanische Staatsbürgerschaft und starb 1985 in Lakewood, New Jersey.
Sein Nachfolger heißt Wanja Hlibka und wird am 13. Mai 66 Jahre alt. In allen Vorberichten wurde er für das Bühner Konzert als künstlerischer Leiter angegeben. Bei einem Blick auf das Bild im Programmheft konnten die Besucher aber keinerlei Ähnlichkeit zwischen dem dort angekündigten Wanja Hlibka und dem tatsächlichen Dirigenten ausmachen. Der Vorsitzende des Gesangvereins, Werner Hengst, ging in der Pause „Backstage“ und löste den Fall. Die Zuschauer hatten es richtig gesehen: Wanja Hlibka war nicht anwesend. Der Dirigent des Bühner Konzertes hieß Wladimir Pasdrij.

Wladimir Pasdrij vertrat den verhinderten Dirigenten Wanja Hlibka.


Man stelle sich einmal vor: Die deutsche Fußballnationalmannschaft (natürlich Utopie) gibt im Alsterstadion ein Gastspiel. Der vorher angekündigte Philipp Lahm erscheint nicht auf der Bildfläche und wird kommentarlos durch Heiko Westermann ersetzt. Das hätte niemand widerspruchslos hingenommen. Vielleicht lag es an der Art und dem Können des Wladimir Pasdrij, dass sich niemand der Besucher aufregte.
Der Dirigent hatte schon nach den ersten Minuten die Zuschauer mit seiner Kunst gefesselt. Unspektakulär in seinem Erscheinungsbild, den Fokus nur auf seine Aufgabe gerichtet, benötigte er keinerlei aufgesetzte Gestik und Mimik, um auf sich aufmerksam zu machen. Ohne Stab, nur mit einigen Handbewegungen, Mund und Mienenspiel leitete er den 15-köpfigen A-Capella –Chor. Der Tradition gemäß mit einem schwarzen Hemd, Gürtel, schwarzer Hose mit roten Streifen, Stiefeln und den Händen auf dem Rücken ließen die stimmgewaltigen Kosaken die Kirche in ihren Grundfesten erzittern. Ob im gemeinschaftlichen Chorgesang oder als Solisten gaben die Künstler mit ihrem Programm Beispiele ihrer musikalischen Extraklasse.

 

Im ersten Teil widmete man sich der Kirchenmusik:

1. Große Bittlitanei mit Vater unser
2. Der Engel rief der Gebenedeiten zu
3. Herr erbarme dich unser
4. Ave Maria oder In der Kirche
5. Gott rette Dein Volk
6. O bete Freund

 

Der Vorsitzende des Gesangvereins, Werner Hengst, begrüßte
den weltberühmten Chor in Bühne.

Im zweiten Teil gab es dann ein allgemeineres Programm:

7. Alter Walzer
8. Schneegestöber
9. Die 12 Räuber
10. Abendglocken
11. Es wird im Walde gesagt
12. Mitternacht in Moskau
13. Grünes Gras und Kalinka
14. Eintönig klingt hell das Glöcklein

 

Mit der letzten Zugabe „Ich bete an die Macht der Liebe“ beendeten die Don Kosaken ein Konzert, auf das die Besucher noch lange mit Freude zurückblicken werden. Auch der Dirigent des Bühner Chores, Günter Hanke, war begeistert: „Das war ein außergewöhnlich großartiges Konzert. Der Gesangverein kann stolz darauf sein, diese Weltklassekünstler nach Bühne geholt zu haben.“

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