Der neue Ortsvorsteher heißt Wilhelm Waldeyer.
Er übernahm dieses Amt mit gemischten Gefühlen. Da sich keiner der jüngeren Parteimitglieder bereit erklärte, sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe zu stellen, stimmte er schließlich zu. Als Wahlkämpfer mit der Absicht, diesen Posten für sich zu beanspruchen, sah er sich aber nie.

wwaldeyer21 6Stellungnahme Leonhard Meier

Die politischen Machtverhältnisse in Bühne sind sehr eng und für die CDU gab es nur eine knappe Mehrheit. Natürlich stellte auch er Überlegungen an, ob er mit seinen nun 74 Jahren für diesen Posten nicht zu alt sei.

Nein, sagt die Wissenschaft, denn mit seinem Amt nutzt er alle Ratschläge der Altersforscher, den Alterungsprozess so lang wie möglich hinauszuzögern, da körperliche und geistige Aktivitäten mit sozialen Kontakten in einem harmonischen Umfeld nach deren Erkenntnissen der beste Schutz vor frühzeitiger Vergreisung und Demenz sind.

Deshalb möchte man ihm wünschen, dass sich Ärger und Stress (beschleunigen den Alterungsprozess) entweder in Grenzen halten oder ihn im Idealfall überhaupt nicht berühren.

Natürlich profitiert Bühne von einem solchen Wechsel, denn die Abkehr von ausgetretenen Pfaden wird die Entwicklung des Dorfes positiv beeinflussen. Es stellen sich in einer langen Amtszeit Automatismen ein, die den Weg gleichförmig erscheinen lassen. „Neue Besen kehren gut“, dieses Sprichwort hat schließlich seine Berechtigung. Dass sich aber die Veränderungen auch im digitalen Bereich der neuen Medien verwirklichen, damit war nicht unbedingt zu rechnen.wwaldeyer21 5Willi Waldeyer ist seit Jahren aktiv in der Herrensportgruppe

Größte Transparenz - das scheint das Leitmotiv des neuen Ortsvorstehers zu sein. Die Antwort, wie er dieses Ziel im digitalen Zeitalter schnellstmöglich verwirklichen könnte, war rasch gefunden. Durch die Aktualisierung der Bühner Homepage gelang es ihm, ein möglichst großes Publikum zu erreichen. Somit zieht jeder User dieser Seite seinen Nutzen aus seinen Mitteilungen. Die Dorfbevölkerung weiß die Häufigkeit der Darstellung der Zusammenkünfte durchaus zu schätzen. Dazu finden die meisten Ortsschaftsbeiratssitzungen öffentlich statt. Deshalb gibt es keine Befürchtung, dass in den Hinterzimmern parteiinterne Veranstaltungen mit nebulösen Beschlüssen das Schicksal der Bürger ungünstig beeinflussen könnten.

Neben seinen vielen Verpflichtungen sieht man den neuen Ortsvorsteher oft persönlich an den Brennpunkten des dörflichen Geschehens. Gibt es ein Problem, so ist sein Fahrrad nicht weit und der Besitzer immer hautnah der besten Lösung auf der Spur. Sein von Natur aus sehr wissbegieriges Wesen erweist sich dabei als Glücksfall. Denn nichts wäre schädlicher für unser Dorf als ein träges und uninteressiertes Dorfoberhaupt. Dass er durch seinen ehemaligen Beruf als Verwaltungsfachmann der Stadt Borgentreich noch immer einen heißen Draht zu deren Entscheidungsträgern hat, wird nicht unbedingt ein Nachteil für unseren Heimatort sein.

Allerdings ärgert ihn dann und wann die Vorgehensweise der Verwaltung und die Blockierung von Eigeninitiativen im Dorf. Die Verwaltung will nach seinem Bekunden alles übernehmen, obwohl vor Ort zahlreiche Dinge schneller und effektiver geregelt werden könnten.

Die zahlreichen vorteilhaften Veränderungen auf dem Friedhof haben die Bühner mit Freude und Genugtuung registriert. Ein Blick in die monatliche Rubrik „Der Ortsvorsteher informiert“ genügt, um die weiteren Aktivitäten und die damit verbundenen Maßnahmen zum Nutzen des Alsterdorfes zu erkennen. Der „Platz der Einheit“ mit dem gegenüberliegenden Dorftreff als Lesestube im Zentrum des Ortes soll ein Mittelpunkt für gesellige, kulturelle und spielerische Zusammenkünfte aller Altersstufen werden. Dank der Initiative einer aktiven Frauengruppe sind die ersten Schritte hin zu einer Begegnungsstätte für junge und betagte Dorfbewohner vollzogen.

wwaldeyer21 3Willi Waldeyer als aktiver Teilnehmer beim SportfestEin besonderes Anliegen ist ihm die Schaffung eines Fuß/Radweges bis zum Diemeltal. Es gibt aber Schwierigkeiten wegen der fehlenden Breite. Trotzdem hofft er, dass es ihm gelingt, gemeinsam mit dem Mitarbeiter für Wirtschaftsförderung des Kreises Höxter doch noch eine Lösung zu finden.

Ganz außerordentlich erfreuen ihn die freiwilligen Helfer bei verschiedenen Aktionen, wie etwa bei der Gestaltung des Brunnenplatzes. Besonders Karl Josef Klare bekommt von ihm anerkennende Worte für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle unseres Ortes.

Willi Waldeyer selbst hat in vielen Gremien das Ehrenamt gepflegt. Er begann damit im Pfarrgemeinderat, dann war er über einen Zeitraum von 50 Jahren Schriftführer in der Jagdgenossenschaft und 30 Jahre lang in der Schützenbruderschaft. Auch in der Drainagegenossenschaft führte er diese Tätigkeit aus. Seit 1996 war er Geschäftsführer des Hallenbetreibervereins, in den letzten 10 Jahren bis zu seiner Wahl als Ortsvorsteher führte er diesen Verein als Vorsitzender an.

In der Herrensportgruppe beteiligt er sich gerne an sportlichen Aktivitäten und genießt die gemeinsamen Reisen mit dieser Gruppe. Oft sieht man unseren neuen Ortsvorsteher auch bei Radfahrten in und um Bühne. Diese die Gelenke schonende Sportart hat außerdem für ihn noch den großen Vorteil, seine Gedanken an der frischen Luft zur Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner unseres Dorfes in die richtigen Bahnen zu lenken.

So hört man im Dorf viel Lob für den neu installierten Bühner Ortsvorsteher. Sein Auftrag aber wird es sein, nicht nur ein Anfangsstrohfeuer entzündet zu haben, sondern zielstrebig und ausdauernd die eingeschlagene Richtung kontinuierlich weiter zu entwickeln. Einige Vorhaben aber werden durch unüberwindliche Hindernisse nicht zu verwirklichen sein. Dazu zählen die immer wieder auftretenden Schwierigkeiten durch die Pandemie. Doch diese Probleme sind auch anderswo bisher kaum zu lösen und Bühne ist nur ein Staubkorn im Weltgeschehen.

Wie bei allen vereinstreuen Menschen, sind die Verbote der Treffmöglichkeiten auch für unseren neuen Ortsvorsteher nur schwer zu ertragen. Als Mitglied im Wander-, Schützen-, Gesang- und Sportverein vermisst er die fehlende Geselligkeit ganz besonders schmerzlich. Die ständigen Wechsel zwischen Ge- und Verboten zehren an den Nerven, doch eine bessere Lösung zur Beendigung der Pandemie ist selbst weltweit noch nicht in Sicht, ganz im Gegenteil: Omikron verheißt nichts Gutes. 


Der Anfang des Artikels löste einen breiten Sturm der Entrüstung aus:

Als Verfasser möchte ich mich für das Missverständnis entschuldigen. Ich habe und hatte nie die Absicht, weder die Bühner SPD noch den Ort Manrode zu beleidigen. Wir haben den Anfang des Berichts nach der Empörung vieler Bühner herausgenommen.

Als langjähriges Mitglied der Bühner SPD läge mir nichts ferner, als den Ortsverein der SPD zu attackieren. Wenn ich davon sprach, dass nach jahrzehntelangem roten Alptraum für viele Bühner die Wende eingeläutet wurde, dann möchte ich darauf hinweisen, dass es satirisch gemeint war.
Ich kannte Helmut Simon sehr gut. Wenn wir uns trafen und über bestimmte Themen sprachen, flachste ich gelegentlich mit den Worten: „Und was sagt der Mann aus Manrode dazu?“ Es war aber nie herabwürdigend gemeint, sondern Ausdruck der Wertschätzung.

Wer mich auch nur ein wenig kennt, der weiß, dass ich so eine Bemerkung „Der Sozialdemokrat aus Manrode“ freundschaftlich positiv gemeint habe.

Hier die gelöschte Passage:
„Viele Bühner werden aufatmen. Nach jahrzehntelangem roten Alptraum sind die Verhältnisse in ihren Augen wieder dort, wo sie hingehören. Seit den Zeiten Konrad Adenauers (keine Experimente) hatte die CDU hier im Dorf die Mehrheit. Da musste ein (und noch dazu aus Manrode stammender) Sozialdemokrat kommen, um die alt hergebrachte Ordnung auf den Kopf zu stellen. Jetzt aber ist die endgültige Wende gelungen.“

Mir tut es sehr leid, wenn ich so falsch verstanden wurde. Das war gewiss mein Fehler. Nächstes Mal werde ich bei den Formulierungen vorsichtiger sein.

Angriffe auf Willi Waldeyer sind fehl am Platze, da nur ich allein für die Rubrik „Im Blickpunkt“ verantwortlich bin.

Leonhard Meier

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