Zwei wichtige Ereignisse erlebte kürzlich der in Bühne allseits bekannte und geschätzte Heinrich Krull. Er wurde mit seinem 75. Geburtstag als Hallenwart der Bühner Alsterhalle verabschiedet. Für ihn war es eine unvergessliche Feier mit den Trägern des Hallenbetreibervereins: Feuerwehr, Kleintierzucht, Schützen und Kyffhäuser.

hkrullDie Halle war sein Leben. Deshalb fiel ihm dieser Anlass des Loslassens nicht leicht. Doch den Abschied vom Abschied schließt er aus: „Ich habe jetzt diesen Schnitt gemacht und stehe auch dazu!“

Im Sportverein, dem Kleintierzuchtverein, dem Schützenverein, bei den Kyffhäusern und der Feuerwehr musste man ihn nicht lange bitten. Er stand immer zur Verfügung, wenn vereinsinterne Aktivitäten seine Mithilfe verlangten. Bei Hallenangelegenheiten war er stets zur Stelle und half, wo er nur konnte. So war er bei allen Arbeiten dabei und stellte sein Wissen und sein Werkzeug zur Verfügung. Besonders am Herzen lag ihm die Pflege des Hallenbodens. Anfang 2000 wurde er als Hallenwart gewählt. Der Vorsitzende des Betreibervereins hieß damals Gerhard Ischen.

Ein schwerer gesundheitlicher Schlag war der Unfall vor zwei Jahren. Besondere Hilfe auf seinem Weg zur Genesung erfuhr Heinrich Krull danach von Rosi und Willi Waldeyer. Er hat es mit deren Unterstützung geschafft, sein altes Leben fortzusetzen. Als Betreuer hat Willi seine Verwaltungsarbeiten erledigt und andere bürokratische Hindernisse beseitigt.

Wenn man Heinrich Krull schon sehr lange kennt, dann weiß man, dass sein größtes Hobby der Fußballsport ist. Deshalb sollten seine sportlichen Leistungen aus früheren Epochen nicht unerwähnt bleiben.

Der nun verabschiedete Hallenwart, dessen Nachfolger Hans-Günter Fels ist, war in Jugendfußballzeiten und den Anfangsjahren in der ersten Mannschaft ein technisch begabter, laufstarker und widerstandsfähiger Spieler. Als linker Läufer hatte er die Aufgabe, den gegnerischen halbrechten Stürmer auszuschalten. Daneben aber lag es auch in seinem Aufgabenbereich, das eigene Angriffsspiel ideenreich anzukurbeln. Beides erledigte er mit Bravour.

Die Bühner Jugendmannschaft mit Heinrich Krull erreichte in den sechziger Jahren das Endspiel um die Kreismeisterschaft gegen Willebadessen. Bei einer 3:2 Führung bis fünf Minuten vor Schluss stand die Elf kurz vor einem lokalen geschichtsträchtigen Triumph. Durch ein unglückliches Eigentor von Ekkehard Herrmann glichen die Willebadessener aus und besiegten im Wiederholungsspiel die dann leider stark ersatzgeschwächten Bühner Jugendspieler.

Auch in der ersten Mannschaft zeigte Heinrich Krull wieder als linker Läufer seine fußballerische Klasse. Nun, Fußballer der heutigen Generation können mit dem Begriff „linker Läufer“ nichts mehr anfangen. Pressing und Gegenpressing, tiefe Läufe, Überwindung der Kette, Besetzung der Box usw., das ist die Sprache der aktuellen Fußballer, die heute jedes Schulkind versteht.

Aber linker Läufer? Nein, es hat nichts mit einer ideologischen Vorliebe dieses Sportlers zu tun. In der damaligen Zeit wurde mit dem sogenannten WM-System gespielt.

1954 trat Deutschland als Weltmeister mit folgender Aufstellung an:

Torhüter: Toni Turek, rechter Verteidiger: Werner Kohlmeyer, linker Verteidiger: Jupp Posipal, rechter Läufer: Horst Eckel, Mittelläufer: Werner Liebrich, linker Läufer: Karl Mai, Rechtsaußen: Helmut Rahn, Halbrechts: Max Morlock, Mittelstürmer: Ottmar Walter, Halblinks: Fritz Walter, Linksaußen: Hans Schäfer.

Dieses System wurde von fast allen Mannschaften der damaligen und nachfolgenden Zeit gespielt. So auch vom FC Bühne, als Heinrich Krull Bestandteil dieser Mannschaft war. Leider zerstörte der Alkohol die Fortsetzung dieser vielversprechenden Sportkarriere.

Ein stationärer Aufenthalt in Bad Dürkheim mit einem erfolgreichen Entzug folgte. Seit der Zeit trinkt er keinen Tropfen mehr und gilt als Vorbild für alkoholgefährdete Personen. Sein umfangreiches Engagement im Bühner Vereinsleben half ihm dabei.

Keineswegs vergessen aber darf man seine leidenschaftliche Treue zu seinem Lieblingsverein Bayern München. In guten und in schlechten Zeiten hielt und hält er zu dem von vielen Sportromantikern gehassten Club an der Säbener Straße.

Hier noch einmal Heinrich Krull in Zahlen:

1.4. 1962 - 31. 3. 1965: Lehre als Maurer bei der Firma Diebenbusch in Warburg

2.1. 1969 - 1. 10. 1970: Bundeswehr als Panzergrenadier in Ahlen

22.1. 2011: Schützen - Fahnenoffizier

14.5.2022: Kyffhäuser: Goldenes Blatt

Schützenverein: 50 Jahre Mitglied

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Verabschiedung als Hallenwart - von links: Ralf Fricke, Hans-Günter Fels, Heinrich Krull, Willi Waldeyer, Christoph Derenthal

 

40jahrealsterhalle

40-jähriges Jubiläum der Alsterhalle - von links: Hermann Höxtermann, Heinz Hengst, Bernhard Denecke, Willi Waldeyer, Heinrich Krull, Josef Klotz, Heinz Klare, Hans-Günter Fels

 

fcjugend60er

Jugendfußballmannschaft der sechziger Jahre - oben von links: Heiner Riepe, Werner Grünewald, Helmut Vössing, Heinz Werneke, Werner Jakubeit, Walter Dürdodt - unten von links: Leo Meier, Heinrich Krull, Heinz Jakubeit, Ekkehard Herrmann, Heinrich Scherf

 

fcmannschaft70er

Mannschaft Anfang der siebziger Jahre - oben von links: Wilfried Waldeyer, Heinrich Jakubeit, Heinrich Krull, Leo Meier, Rainer Hengel, Hans-Josef Engemann, Karl-Josef Klare, Michael Gottschlich - unten von links: Günter Hanke, Werner Jakubeit, Alfred Vössing, Heinrich Kornhoff, Karl-Heinz Wieber, Hermann Pollmann, Werner Wieber

 

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